drei Schularten

Grundschule Werkrealschule Gemeinschaftsschule
Grundschule Werkrealschule Gemeinschaftsschule

drei Schularten


Alle drei Schularten unter einem Dach, heißt immer wieder dafür zu sorgen, dass es keine Abgrenzung gibt, sondern alle Schüler sich ihrer Verbandsschule im Biet zugehörig fühlen.

Grundschule

Stand, 28.11.2016


Allgemeine Definition der Grundschule, lt. Kultusministerium:
Die Grundschule ist die gemeinsame Grundstufe des Schulwesens. Sie vermittelt Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten. Ihr besonderer Auftrag ist gekennzeichnet durch die allmähliche Hinführung der Schüerinnen und Schüler von den spielerischen Formen zu den schulischen Formen des Lernens und Arbeitens.


Dazu gehören die Entfaltung der verschiedenen Begabungen der Schülerinnen und Schüler in einem gemeinsamen Bildungsgang, die Einübung von Verhaltensweisen für das Zusammenleben sowie die Förderung der Kräfte des eigenen Gestaltens und des schöpferischen Ausdrucks. Die Grundschule umfasst vier Schuljahre. Ab dem Schuljahr 2015/2016 erhalten die Grundschulen im Land erstmals Poolstunden. Insgesamt stehen den Grundschulen 180 zusützliche Deputate zur Verfügung, um Kinder mit Sprachförderbedarf, Schwierigkeiten im Lesen und Rechtschreiben oder in Mathematik gezielt fördern zu können. Durch die zweckgebundenen Poolstunden haben die Schulen mehr Zeit für das einzelne Kind. Die Lehrerinnen und Lehrer können den unterschiedlichen Stärken und Lernentwicklungen der Kinder besser gerecht werden und die Kinder bis zum Übergang in die weiterführenden Schulen gezielt unterstützen.

Unsere Grundschule vor Ort:
ist zweizügig

verfügt im Moment über ausreichend Platz, mit 8 Klassenzimmern, einem Musik- und einem Kunstraum, einem Computerraum, einem Lesetrainingsraum und einem kleinen Besprechungszimmer. Darüber hinaus gibt es einen offenen Raum mit Tischgruppen und einen, in der die Kernzeit untergebracht ist. Die Flure sind ebenfalls Orte des Lernens kleiner Lerngruppen.

hat ein Zertifikat für "bewegte Schule"

hat ein Bläserklassenkonzept in Kl.3+4

verfügt über eine zusätzliche FSJ-Kraft, ehrenamtlichen Lesepaten- und Hausaufgabenhelfern, Lehrbeauftragte für verschiedene Arbeitsgemeinschaften (Sport, Theater, Musik)


Werkrealschule

Stand, 28.11.2016


Allgemeine Definition der Werkrealschule, lt. Kultusministerium:
Die Werkrealschule baut auf der Grundschule auf und umfasst die Klassen 5 bis 10. Sie führt nach sechs Jahren zu einem mittleren Bildungsabschluss (Werkrealschulabschluss) und bietet außerdem die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss am Ende von Klasse 9 oder Klasse 10 zu erwerben.*


Die Werkrealschule/Hauptschule vermittelt eine grundlegende und erweiterte allgemeine Bildung und orientiert sich an lebensnahen Sachverhalten und Aufgabenstellungen. In besonderem Maße fördert sie praktische Begabungen, Neigungen und Leistungen auf der Basis von theoretischem Hintergrund. Ein stark berufsbezogenes Profil und eine intensive individuelle Förderung in allen Klassenstufen ermöglichen jeder Schülerin und jedem Schüler einen optimalen Einstieg in eine sich anschließende schulische oder berufsbezogene Laufbahn.

Die Werkrealschule/Hauptschule kann von Schülerinnen und Schülern nach dem erfolgreich absolvierten vierten Schuljahr der Grundschule besucht werden. Ein Wechsel aus anderen weiterführenden Schulen innerhalb der Sekundarstufe 1 ist im Rahmen der Multilateralen Versetzungsordnung möglich.

Mit dem Werkrealschulabschluss können Schülerinnen und Schüler in eine duale Ausbildung, in berufliche Bildungsgänge oder unter bestimmten Voraussetzungen auf das Gymnasium wechseln.

Der Hauptschulabschluss kann am Ende von Klasse 9 oder - wenn etwas mehr Zeit zum Lernen benötigt wird - am Ende von Klasse 10 erworben werden. Im Anschluss haben Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, eine duale Ausbildung zu beginnen oder an eine berufliche Schule wechseln.

Der Unterricht an Werkrealschulen/Hauptschulen umfasst den Pflichtbereich, den Wahlpflichtbereich und ergänzende Angebote.

Zentral wichtig ist eine frühzeitige Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit ihren Wünschen und Vorstellungen, Perspektiven und Möglichkeiten in Bezug auf ihre Lebens- und Berufswegeplanung.

Intensive Berufswegeplanung ab Klasse 5
Ausgehend von Interessen und Fähigkeiten werden die Schülerinnen und Schüler in einem langfristig angelegten Prozess befähigt, sich reflektiert und verantwortungsbewusst für einen Beruf zu entscheiden. Bereits in Klasse 5 und 6 erhalten sie Einblicke in die Realität der Arbeits- und Berufswelt, sie setzen sich mit Berufen im lokalen, privaten und familiären Umfeld auseinander und erweitern ihre Perspektiven.

Betriebs-und Arbeitsplatzerkundungen
Ein wichtiges Instrument stellen Betriebs- und Arbeitsplatzerkundungen dar. Hier erhalten Schülerinnen und Schüler Einblicke in die reale Arbeitswelt und entwickeln Vorstellungen und Fragestellungen. Durch inhaltlich und organisatorisch differenzierte Formen von Praktika sammeln Schülerinnen und Schüler eigene Erfahrungen und Eindrücke in verschiedenen Berufen und Berufsfeldern. Die Jugendlichen absolvieren mindestens 20 Praxistage in den Klassenstufen 7 bis 9. Durch verschiedene offene Formen der Organisation kann sich die Anzahl erhöhen.

Unsere Werkrealschule vor Ort:
läuft noch bis 2021/22, dann gibt es nur noch die Gemeinschaftsschule in der Sekundarstufe. Allerdings muss angemerkt werden, dass viele Elemente der Gemeinschaftsschule auch in der WRS über einen längeren Zeitraum verankert sind: Arbeiten auf zwei Niveaus; Lerntagebuch; Coaching. Individualisierungs- und Differenzierungsangebote hatten unsere Konzepte in der WRS schon immer geprägt, nicht zuletzt deshalb lag der Wechsel der Schulart auf der Hand.

ist in Kl.6,7,8 und 10 einzügig, wobei Kl.8 mit 31 Schülern übervoll ist.

ist eine Halbtagsschule

ist BORIS-rezertifiziert, hat zahlreiche Kooperationspartner angegliedert

verfügt über eine FSJ-Kraft, 3 ehrenamtliche Lernbegleiter, Lehrbeauftragte für einige Arbeitsgemeinschaften zusammen mit der GMS

hat eine Schulsozialarbeiterin, die für alle Schularten zuständig ist.


Gemeinschaftsschule

Stand, 27.11.2017


Allgemeine Definition der Gemeinschaftsschule, lt. Kultusministerium:
Die Gemeinschaftsschule ist eine leistungsorientierte Schule, die Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Begabungen fördert. Dazu zählen Mädchen und Jungen, die sich mit dem Lernen schwer tun, genauso wie solche mit sehr hohem Leistungsvermögen. Auch Kinder mit Behinderungen gehören dazu.


Mögliche Schulabschlüsse an der Gemeinschaftsschule
An der Gemeinschaftsschule werden dieselben Abschlussprüfungen wie an den anderen allgemein bildenden Schulen durchgeführt. Bei Vorliegen eines öffentlichen Bedürfnisses, insbesondere ausreichender Schülerzahl, kann die Gemeinschaftsschule eine eigene Oberstufe anbieten. Daneben ist bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen auch der Wechsel in die Oberstufe eines allgemein bildenden Gymnasiums oder an ein berufliches Gymnasium möglich.

Lernen in der Gemeinschaftsschule
In der Gemeinschaftsschule wird nach den Bildungsstandards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums unterrichtet. Das Lernen wird in anregender Weise für die Schülerinnen und Schüler gestaltet. Eigenständiges Lernen findet dabei genauso statt wie Lernen miteinander. Daneben werden auch traditionelle Unterrichtsmethoden angewandt. Die Schülerinnen und Schüler lernen in Begleitung und unter Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern. Diese nehmen dabei unterschiedliche Rollen ein: als Lernbegleiter, als Coach sowie als klassische Lehrperson.

Lernfortschritte sichtbar machen
Viele Schülerinnen und Schüler sind in verschiedenen Fächern unterschiedlich leistungsstark. In der Gemeinschaftsschule haben sie, außer in den Abschlussklassen und gegebenenfalls in der Oberstufe, die Möglichkeit, in den einzelnen Fächern auf unterschiedlichem Niveau zu lernen. Damit alle Beteiligten den Lernfortschritt richtig einschätzen können, arbeiten die Schülerinnen und Schüler in der Regel mit Kompetenzrastern.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten dabei Rückmeldung auf die Fragen zu den jeweiligen Lerngebieten: "Was kann ich?" und "Wie gut kann ich es?" Das Kompetenzraster ermöglicht es, den eigenen Lernprozess zu planen, sich Ziele zu setzen und das Lerntempo selbst zu finden. Damit wird auch eine zentrale Grundlage für Gespräche zwischen Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern sowie für Beratungsgespräche mit den Eltern geschaffen.

Anstelle eines Zeugnisses, in dem die Leistung mit Noten beurteilt wird, erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaftsschule einen detaillierten Lernentwicklungsbericht. Auf Wunsch der Eltern kann der Bericht mit Noten ergänzt werden.

In der Gemeinschaftsschule gibt es kein Sitzenbleiben.

Schulalltag
Die Gemeinschaftsschule bietet allen Kindern ein vielfältiges und motivierendes Lernangebot. Im Schulalltag einer verbindlichen Ganztagsschule wechseln sich lehrerzentrierte Unterrichtsphasen, selbstgesteuerte Lernzeit und Phasen der Bewegung und Entspannung sinnvoll ab.

Auch andere Formen des Ausgleichs wie etwa sportliche oder kulturelle Aktivitäten finden ihren Platz im Tagesablauf.

Durch die Ganztagsschule werden die Familien entlastet. Lern- und Übungsphasen finden in der Schule statt.

Gemeinschaftsschule auf einen Blick
Die Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg
nimmt alle Kinder so an, wie sie sind,
sorgt für Erfolgserlebnisse der Kinder und Jugendlichen und stärkt damit die Lernfreude,
bietet Standards der Hauptschule, der Realschule und des Gymnasiums an,
schafft eine Lernumgebung, in der Lehrerinnen und Lehrer durch vielfältige Methoden auf die einzelnen Schülerinnen und Schüler eingehen können,
ist eine verbindliche Ganztagsschule mit rhythmisiertem Schultag,
zeichnet sich durch eine enge Beziehung zwischen den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und Lehrerinnen und Lehrern aus,
stärkt die Kinder und entlastet die Familien.

Unsere Gemeinschaftsschule vor Ort:
besteht im zweiten Jahr 2017/18
ist eine dreitägige Ganztagesschule
startet mit einer Klassenübergreifenden Woche, die v.a. der Klassenfindung dient, des sozialen Miteinanders (Kletterpark, Kochen und Übernachten)
bietet einen praxisorientierten Musikunterricht mit Gitarrenkurs
hat ein HWT-M-Profil in Kl.5/6: Bohr- und Nähmaschinenführerscheinerwerb und erste Schritte in der Küche in Kl.5 sowie Medienbildung
hat die FSJ-Kraft vorrangig für ihre Bedarfe
bietet Arbeitsgemeinschaften an: Brettspiele, Häkeln & Stricken, Tanzen, Schulgarten, Fußball, Theater (in Kooperation mit Theaterhaus Osterfeld), Kunstprojekte, VIBVocs

Das Kultusministerium erklärt die Gemeinschaftsschule: Erklärfilm zur Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg.